12.04.2018

Küken-Schreddern verbieten – Tiere sind keine Wegwerfware!

HeimatimHerzen2Wesentliches Element des kapitalistischen Systems ist es, dass alles nach seinen ökonomischen Verwertungspotentialen bewertet wird. Ob Menschen zu Humankapital degradiert werden, die Heimat nur noch als Standort dient oder aber in Tieren nur ihr wirtschaftlicher Nutzen gesehen wird – womit kein Profit gemacht werden kann, das ist aus kapitalistischer Sicht auch nichts wert.

Die Folgen sind eine zunehmende soziale Schieflage in unserem Land, der Raubbau an der Natur und damit auch unseren Lebensgrundlagen sowie ein zum Teil bestialischer Optimierungswahn in der Fleischproduktion und der Tierhaltung.

Ob es eine verantwortungslose und einseitig an Profitinteressen orientierte Massentierhaltung ist oder aber Lebendtiertransporte sind, die Strecken von mehreren hundert Kilometern zurücklegen – all das ist trauriger Alltag. Da die heimischen Bauern sich einem enormen Preisdruck durch die großen Einzelhandelsketten ausgesetzt sehen, müssen sie möglichst billig produzieren, was nicht selten zu erheblichen Qualen für die Tiere führt. Sie werden auf engstem Raum gehalten, ohne jemals Tageslicht gesehen zu haben.

Die Massentierhaltung bringt darüber hinaus mit sich, dass die Tiere mit Medikamenten behandelt werden müssen, die dadurch in unsere Nahrung gelangen und diverse Probleme wie zum Beispiel Antibiotika-Resistenzen hervorrufen.

Tierversuche finden vor allem im medizinischen Bereich noch heute Anwendung, obwohl viele Experten den sachlichen Nutzen anzweifeln. Auch werden trotz des offiziellen Verbots von Tierversuchen zur Erforschung kosmetischer Produkte noch immer unzählige solcher Erzeugnisse nach Deutschland importiert.
Durch die Zerstörung von Lebensräumen und die Verschmutzung unserer Umwelt sind zahlreiche Tierarten vom Aussterben bedroht. Die Lebensweise der Menschen, allen voran die vielerorts industrialisierte Landwirtschaft, die monokulturelle Bebauung der Ackerflächen und die Überfischung der Gewässer haben vielen Arten die Lebensgrundlage entzogen.

Ein weiteres barbarisches Beispiel der perversen Verwertungslogik ist das Schreddern von männlichen Küken. Weil sie ökonomisch als wertlos gelten, wurden allein im Jahr mehr als 40 Millionen von ihnen kurz nach dem Schlüpfen geschreddert. Der frühere Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte mit Verweis auf Methoden zur frühen Geschlechtserkennung angekündigt, dass das Schreddern der Küken bis spätestens Ende 2017 der Vergangenheit angehören werde. Doch noch heute und bis auf Weiteres wird von dieser skandalösen Praxis nicht abgesehen.

Dass diese Praxis noch immer nicht verboten wurde, obwohl es Alternativen gäbe, mag für viele nur eine Randnotiz sein, es zeigt aber, welch geringen Stellenwert der Tierschutz in Deutschland hat, obwohl er als Staatsziel im Grundgesetz verankert worden ist.

Die NPD vertritt den politischen Grundsatz, dass der Mensch ein Teil der Natur ist, ihren Gesetzen unterliegt und daher mit dieser im Einklang leben muss. Daher ist sowohl dem unverantwortlichen Raubbau an der Natur, aber auch der oft ökonomisch begründeten Duldung von Tierquälerei eine Absage zu erteilen.

Die von der NPD vertretene raumorientierte Volkswirtschaft, die auf kleinteilige und möglichst regionale Wirtschaftskreisläufe setzt, würde auch die Chancen für echten Tierschutz verbessern. Bauern und Landwirte würden vor ruinöser Konkurrenz geschützt, was ihre Arbeits- und Produktionsbedingungen verbessern würde. Auch weite Strecken bei Tiertransporten könnten der Vergangenheit angehören.

Aber zur Ehrlichkeit gehört auch, dass jeder Mensch selbst etwas dazu beitragen kann, damit Tierschutz möglich wird. Wer nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben muss und beim Einkauf nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Herkunft und Qualität der Erzeugnisse achtet, stärkt nicht nur die heimische Landwirtschaft und den Bauern um die Ecke, sondern auch den Tierschutz in Deutschland.

Ronny Zasowk



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